| Skizzen auf Papier lassen die Möglichkeit zu, die Grenzen
der Realität zu überschreiten. Wie eine Notiz in einem
Tagebuch haben sie im Moment des Entstehens keine repräsentative
Absicht. Flüchtige Gedanken und Ideen festzuhalten ist
ihr Charakter. Sie sind als Anstoß, Anfang oder "Stand
der Dinge" einer Entwicklung zu sehen.
Auch im räumlichen Objekt diese "Skizzenhaftigkeit"
beizubehalten, entspricht meiner Arbeitsweise.
Die plastischen, weichen Eigenschaften von Ton lassen experimentelles,
unmittelbares Arbeiten eben auch räumlich zu. Flüchtig
angerissene Konturen, unretuschierte Arbeitsspuren wollen
als Versuch verstanden sein, als Suche nach dem Nächsten,
Neuen. Jede Einwirkung und so auch die Reaktion des weichen
Materials lässt sich wie eine Momentaufnahme durch den
Brand festhalten. Die Formgebung steht in direktem Bezug zum
Herstellungsprozess und ist so persönlich und authentisch
wie eine Handschrift.
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